Am 12. September 2026 war es wieder soweit: Das Ende für die diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten der Hölty-Bigband – das sind Nicolas Bertram (Posaune), Noah-Bendix Fricke (Trompete), Phoebe Götz (Tenorsaxophon), Emmy Heese (Tenorsaxophon) und Maite Jahnz (Posaune) – wurde mit einem großen Konzert im Celler Beckmannsaal besiegelt.
Einerseits ein schöner Moment, da man doch gut sehen und in zahlreichen Soli insbesondere hören konnte, wie aus den unerfahrenen und zurückhaltenden Kindern von damals in jeglicher Hinsicht selbstbewusste und großartige junge Menschen geworden sind.
Andererseits natürlich auch ein trauriger Moment für die Bigband, da die fünf nun erstmal eine große Lücke hinterlassen werden, die von den „jungen Wilden“ wieder aufgefüllt werden muss. Doch auch diese bewiesen, dass sie dazu in der Lage sind und werden weiter reifen, bis irgendwann auch bei ihnen schließlich heißt: „Time to say Goodbye!“
Aber fangen wir von vorne an:
In freudiger Erwartung auf das Konzert, schoss man noch kurz vorher ein paar sympathische Gruppenfotos auf dem Gelände des Beckmannsaals. Nun kann man sich fragen, warum denn das Konzert gerade in Celle stattgefunden hat und nicht in der Schule in Hambühren. Die Antwort: Dies war der Wunsch der fünf scheidenden Musikerinnen und Musiker, die – wie bei früheren Konzerten – noch einmal in guten alten Zeiten schwelgen wollten.
Dies machte sich nicht nur bei der Ortswahl, sondern auch beim Programm bemerkbar. So wurden neben dem Wunschstück „The Casino Kid“ auch die anspruchsvollen Stücke „Count Bubba“ und „The Chicken“ nochmals aus dem Notenarchiv gekramt. An diesen, für die Jüngeren noch vollkommen fremden Titeln, konnte erst in den letzten wenigen Wochen nach den Sommerferien sowie an einem Proben-Sonntag so richtig gefeilt werden, sodass bis zuletzt unklar war, ob die Band es überhaupt schaffen würde, die Stücke aufführungsreif zu bekommen. Doch man kann festhalten, dass es ihnen gut gelungen ist.
Insgesamt wurden neben weiteren Swing-Klassikern wie „Flight Of The Foo Bird“, „Li’l Darlin“, „Caravan“ oder „Chattanooga Choo Choo“ auch Titel aus anderen Stilrichtungen präsentiert, wie z.B. die Pop-Ballade „I Just Can’t Stop Loving You“ von Michael Jackson oder der Song „Don’t Know Why“, der wie immer toll von Flavia Pene an Gesang und Trompete herübergebracht wurde. Bei „Mr. Basket“ zeigte sich Rieke Olbrich am Altsaxophon.
Das Publikum honorierte die Darbietungen sowie die einzelnen Soli mit einem warmen Applaus.
Nicht nur die alten Hasen traten dabei in den inzwischen von großer Lockerheit und Souveränität geprägten Soli hervor, sondern auch einige neue Gesichter, wie Nico Lahmann am Tenorsaxophon, Niklas Harding an der Trompete, Mika Dintner am Klavier und Niklas Hülnhagen am Drumset, die mit ihrem jeweils ersten Solo in der Bigband überzeugten.
Am Ende bedankte sich zunächst Leiter Joschua Claassen bei der Band sowie natürlich insbesondere bei den fünf Abiturientinnen und Abiturienten für ihr jahrelanges Engagement.
Die fünf taten es ihm gleich und bedankten sich ihrerseits mit rührenden Worten und einer großen Fotocollage von vergangenen Aktivitäten und Konzerten sowie einem Präsentkorb bei ihrem Leiter.
Text: Joschua Claassen
Fotos: Britta Ziesmann

