Hölty-Schülergruppe rettet Europa!

(Zumindest im Escape Game „Unlock Europe“ zu Frieden und Sicherheit in Europa)

Brüssel. Vor dem Europagebäude fahren schwarze Limousinen vor, Kameras blitzen, Europas Staats- und Regierungschefs eilen zu einer wegweisenden Sitzung des Europäischen Rates. Es geht um Frieden, Sicherheit und die Zukunft des Kontinents. Doch noch bevor die Verhandlungen beginnen können, wird die europäische Politik jäh ausgebremst … Der Aufzug bleibt stecken und mit ihm sämtliche Politikerinnen und Politiker, die eigentlich über Europas Zukunft beraten sollten.

Zum Glück befindet sich gerade eine Schülergruppe des Hölty-Gymnasiums im Gebäude. Eigentlich wollte sie nur einen Blick hinter die Kulissen europäischer Politik werfen, nun aber muss sie selbst am Verhandlungstisch Platz nehmen und innerhalb von 60 Minuten eine gemeinsame Lösung für Europa finden. No pressure! …

So weit das (glücklicherweise) fiktive Szenario. Denn weder fand sich die politische Führung Europas tatsächlich zwischen zwei Stockwerken wieder, noch befanden sich Höltyanerinnen und Höltyaner in Brüssel. Stattdessen verwandelte sich ein Klassenraum im zweiten Stockwerk in das politische Herz Europas. Dort spielten in der Woche vom 24. bis 28. August die 11. Klassen sowie die Jahrgänge 12 und 13 das Escape Game „Unlock Europe“.

Der Raum hatte dafür sein gewohntes schulisches Gesicht in weiten Teilen abgelegt. In seiner Mitte stand ein großer Sitzungstisch mit den Flaggen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union, rundherum warteten vier Arbeitsstationen zu den zentrale Fragen europäischer Friedens- und Sicherheitspolitik. Konkret beschäftigten sich die Gruppen mit der Sicherheit im Handel und in der Gesundheitsversorgung, mit Klimasicherheit und Umwelt, mit Diplomatie und Grenzkonflikten sowie mit Demokratie und digitaler Sicherheit. Überall im Raum versteckt befanden sich verschlüsselte Botschaften und geheime Unterlagen mit kniffligen Aufgaben. So mussten die Teilnehmenden Hinweise aufspüren, Zusammenhänge erkennen, Codes entschlüsseln und aus vielen Einzelinformationen schließlich politische Handlungsoptionen entwickeln, die am Ende im Plenum diskutiert wurden.

Das Spiel, das von der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung und dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg entwickelt wurde und auf Initiative von Frau Elsmann an das Hölty-Gymnasium kam, bildete für die beteiligten Jahrgänge somit einen ebenso unterhaltsamen wie anspruchsvollen Einstieg in die Unterrichtssequenzen zu globaler Problemlösung und internationaler Sicherheit. …

Am Ende der 60 Minuten war die Erleichterung groß! Alle Rätsel waren gelöst, die Krise abgewendet und Europa gerettet. Auch die im Aufzug gestrandeten Staats- und Regierungschefs konnten ihre Amtsgeschäfte wieder aufnehmen. Und Brüssel kann zudem beruhigt in die Zukunft blicken, denn sollte die europäische Politik erneut zwischen zwei Stockwerken feststecken, sind die bestens ausgebildeten Höltyanerinnen und Höltyaner kurzfristig unter (05084) 96095-0 erreichbar.

Text und Fotos: Andreas Hidasi