Jahr für Jahr bestätigt sich, dass das Hölty-Gymnasium, wenn es zum Jahresende zum traditionellen Weihnachtskonzert lädt, die gewählte Location mit vielen Besucherinnen und Besuchern zu füllen weiß. Das war am alten Standort in Celle so und so war es auch an diesem Abend in der festlich geschmückten Kirche St. Johannes der Täufer in Winsen/Aller, in der das Hölty-Gymnasium nach dem Umzug nach Hambühren zum ersten Mal zu Gast war. Pastor Mirco Kühne zeigte sich vom Anblick seiner vollbesetzten Kirche begeistert. Seine Kirche sei nur zweimal im Jahr so prall gefüllt, zum einen am Heiligabend und zum anderen am diesjährigen Hölty-Weihnachtskonzert.
Und auch dieses Jahr hatte sich das Kommen für die vielen treuen Hölty-Musikliebhaberinnen und -liebhaber gelohnt, denn die Musikgruppen des Höltys waren auch auf diese neue Location bestens vorbereitet. Mit vielen traditionellen, aber auch klassischen und modernen Weihnachtstiteln im Gepäck stimmten sie mit besinnlichen und beschwingten Tönen das Publikum auf die bevorstehenden Festtage ein.
Das Hölty-Orchester eröffnete den musikalischen Weihnachtsreigen mit den festlichen Klassikern „Macht hoch die Tür“ und „Tochter Zion“ von Georg Friedrich Händel. Stimmungsvoll ging es mit dem Unterstufenchor Vokalini weiter, der mit seinen fröhlichen, andächtigen und feierlichen Titeln wie „Die Freude der Weihnacht“ von Egon Ziesmann, dem traditionellen „The First Noel“ oder auch „Carol of the Children“ von John Rutter zeigte, dass er Weihnachtsstimmung verbreiten kann. Ihren großen Auftritt hatte anschließend die Bläserklasse 6a. Nach einem etwas nervösen Start meisterte sie das Lampenfieber vor Publikum gekonnt und präsentierte souverän „A Holly Jolly Christmas“ und „Rockin‘ Around the Christmas Tree“ von Johnny Marks sowie das traditionelle „We wish You a Merry Christmas“.
Nachdenkliche Worte fanden dann die Oberstufenschülerinnen Inken Gudehus und Jette Stratmann in ihrer weihnachtlichen Lesung. Sie gaben dem Publikum für die Weihnachtszeit mit auf den Weg, sich über das Besondere im Alltag bewusst zu werden und sich Zeit zu nehmen für das Kostbare eines unscheinbar wirkenden Augenblicks.
Andächtig und besinnlich meldete sich das Hölty-Orchester mit den Weihnachtsklassikern „Es kommt ein Schiff beladen“ und „In the Bleak Midwinter“ zurück, bevor die Young Voices, der Mittelstufenchor der Schule, mit ihrem Können aufwarteten. Fein arrangiert, präzise abgestimmt und auch mehrstimmig intoniert zeigten sie in ihrem Kurzprogramm mit dem festlichen „Carol of the Bells“ von Mykola Leontovych, dem stimmungsvollen „Now and Then“ von John Lennon, dem besinnlichen „The Lord bless you and keep you“ von John Rutter sowie dem traditionellen “Fröhliche Weihnacht überall“ die komplette Klaviatur an Stimmungen, die Weihnachten zu bieten hat. Zusammen mit den Vokalini gaben sie dann noch „Es brennt ein Licht“ von A. Oppermann zum Besten.
Einen Glanzpunkt des Abends präsentierte der Wahlpflichtkurs Musik von Joshua Claassen mit Tschaikowskis „Nussknacker Suite“, das wunderbar abwechslungsreich und fein arrangiert wurde. Dem WPU-Kurs in nichts nach stand in der Folge der Lehrerchor, der sein Können mit dem traditionellen „African Noel“ und im Zusammenspiel mit den Young Voices „Heaven Everywhere“ von B. Glover und F. Battistelli bewies.
Den Schlusspunkt setzte schließlich wieder das Hölty-Orchester. Klanggewaltig intonierte es zunächst den Weihnachtsklassiker „Oh Tannenbaum“. Die folgenden zeitlosen Weihnachtshits „Christmas Swings“ und „Last Christmas“ von George Michael verbreiteten in der Folge noch einmal gute Laune und wurden mit viel Beifall aus dem Publikum honoriert.
Bevor sowohl Musikgruppen als auch Publikum traditionell den Schlussakkord „O du fröhliche“ anstimmten, richtete Schulleiter Stefan Lahme seine Dankesworte an die Musikerinnen und Musiker und an die verantwortlichen Lehrkräfte Joschua Claassen, Annika Böse, Burkhard Bertram und Annika Weiß für den wunderschönen Abend. Er verkündete, dass das Hölty nach Hambühren nun auch in Winsen angekommen sei. In die Zukunft blickend spekulierte er vermutlich schon auf eine Neuauflage des Weihnachtskonzertes im kommenden Jahr in der Winsener St. Johannes der Täufer Kirche, denn offensichtlich hatte sich das Hölty in Winsen sehr wohl gefühlt. Eine Win-Win-Situation, denn die Kirchengemeinde Winsen kann gewiss sein, dass das Weihnachtskonzert des Höltys die Sitzreihen der Kirche auch im nächsten Jahr wieder füllen wird.
Text: Michael Rücker
Fotos: Britta Ziesmann

