Vom ersten Ton bis zur Bigband: Sommerkonzert zeigt die musikalische Entwicklung am Hölty

Es ist immer wieder beeindruckend, wie beim Sommerkonzert des Hölty-Gymnasiums die musikalische Entwicklung der Schülerinnen und Schüler sichtbar wird. Von den Anfängen in der Bläserklasse über die YoungStars bis zur Hölty-Bigband konnten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher erleben, wie sich das Können der Schülerinnen und Schüler im Lauf der Zeit entwickelt.

Die Schülerinnen und Schüler der Bläserklasse 5a bewiesen, was man in einem Jahr erreichen kann, denn sie meisterten die Herausforderungen mit Bravour: Sie spielten ihre Instrumente bereits sicher, musizierten aufmerksam im Ensemble und zeigten bei ihrem ersten großen Auftritt kaum Spuren von Nervosität. Schon einen Schritt weiter zeigte sich die Klasse 6a, die mit bekannten Songs wie „My Heart Will Go On“ und „We Will Rock You“ überzeugte – bei letzterem wurde natürlich auch das Publikum zum Mitmachen animiert.

Dass es nicht immer nur instrumentale Musik sein muss, zeigte der Vokalini-Chor mit „Let It Be“ von den Beatles und Nenas „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“. Etwas zu passend baten die Young Voices „Bring Me a Little Water, Silvy” – woraufhin ein kurzer Regenschauer folgte.

Die YoungStars boten eine Mischung aus Klassik und Pop mit Stücken aus der „Peer Gynt Suite“ von Edvard Grieg und „Blinding Lights“ von The Weeknd, bevor die Hölty-Bigband ihr Können bei Jazz-Versionen und Klassikern wie „I Just Can’t Stop Loving You“ von Michael Jackson oder „Birdland“ von Josef Zawinul bewies. In zahlreichen Soli zeigten einzelne Musikerinnen und Musiker, welche Fortschritte sie in den vergangenen Jahren im Rahmen der Hölty-Bands gemacht haben. Zu hören waren unter anderem Nicolas Bertram, Maite Jahnz und Tjorge Peters an der Posaune, Lucy von der Brelie, Emmy Heese, Rieke Olbrich und Phoebe Götz am Saxofon, Phoebe Marglowski an der Querflöte, Kira Töpel an der Klarinette sowie Noah-Bendix Fricke und Laura Simon an der Trompete.

Eingerahmt wurde das Konzert, das musikalisch wie üblich auf hohem Niveau war, vom gesamten Hölty-Orchester, unter anderem mit Filmmusik aus „Star Wars“ und einem James-Bond-Medley. Und beim Finale „Adiemus“, das wegen des drohenden Gewitters vorgezogen wurde, standen dann mit den Chören alle Hölty-Musikerinnen und Musiker auf der Bühne und zeigten eindrucksvoll, wie sehr Musik verbinden und das Publikum begeistern kann.

Emmy Heese und Nicolas Bertram waren nicht nur musikalisch aktiv, sondern führten auch souverän durch den Abend. Dass die Hölty-Musikerinnen und -Musiker eine solch beeindruckende Entwicklung nehmen können, wurde auch daran sichtbar, mit wie viel Freude, Einsatz und Herzblut ihre Musiklehrerinnen und Musiklehrer sie auf diesem Weg begleiten. Schulleiter Herr Lahme dankte daher Frau Böse, Frau Weiß, Herrn Claassen und Herrn Bertram für ihre hervorragende Arbeit.

Für Emmy, Maite, Phoebe, Nicolas und Noah war es wegen ihres bestandenen Abiturs ihr vorletzter Auftritt im Hölty-Ensemble. Doch der musikalische Nachwuchs steht schon bereit: Die nächste Bläserklasse startet nach den Sommerferien.

Text: Jan Henrik Flecke
Fotos: Carolin Ziesmann