Auch in diesem Schuljahr besuchten wir die 5. Klassen, um sie über Diskriminierung aufzuklären. Ein Grund dafür war, dass unsere Schule seit mittlerweile drei Jahren Teil des Netzwerkes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist. Diese Mitgliedschaft zeigt, dass wir uns als Schule gegen sämtliche Formen der Diskriminierung einsetzen. Bei unserem jeweils 45-minütigen Besuch haben wir uns vor allem mit Sexismus und Rassismus auseinandergesetzt. Diese Begriffe sind für einige Schüler*innen neu und schwierig zu verstehen, deshalb brachten wir ihnen diese spielerisch näher.
Zuerst haben wir uns intensiv mit Sexismus beschäftigt. Dafür schilderten wir den Schüler*innen einige sexistische und nicht-sexistische Situationen. Mit geschlossenen Augen entschieden sich die Fünftklässler*innen, ob die vorgelesenen Aussagen problematisch sind oder nicht. Im Anschluss setzten wir uns stärker mit Rassismus auseinander. Dafür haben wir mit den Schüler*innen auch über ihre eigenen Erfahrungen mit Rassismus gesprochen und wie man in Zukunft in diesen Situationen reagieren kann. Daraufhin teilten wir den Klassenraum in zwei Hälften, wobei eine Seite für rassistische und die andere für nicht-rassistische Aussagen stand. Die Schüler*innen bekamen Ereignisse vorgelesen und sollten sich dann für eine Seite des Raumes entscheiden. Jedes Beispiel gingen wir im Anschluss gemeinsam durch und erklärten, warum dies Rassismus war oder nicht.
Nach dem kleinen praktischen Teil schauten wir uns das „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“-Schild an und definierten zugleich den Begriff „Courage“. Dabei lernten die Schüler*innen, wie wichtig es ist, in diskriminierenden Situationen mutig zu sein und für Gerechtigkeit einzustehen. In diesem Zusammenhang sprachen wir auch über unsere Schulpatin Merle Frohms. Diese steht mit ihrem Namen dafür, dass sich an unserer Schule gegen Rassismus und gegen jegliche Art von Diskriminierung eingesetzt wird. Dabei merkte man, wie viele Merle Frohms bewundern und schon auf ihren nächsten Besuch an unserer Schule warten.
Text: Vanessa Gellert und Phoebe Marglowski (Jg. 10)
Foto: Andreas Hidasi

