Nicht nur die christliche, sondern auch andere Religionen und Kulturen kennenzulernen, ist essenzieller Bestandteil des Religionsunterrichts. Nur dadurch können wir Erfahrungen sammeln, uns eine eigene Meinung bilden und uns mit anderen über unseren Glauben und unsere Vorstellungen austauschen.
Um genau diese eigenen Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln hat sich der Religionskurs des 10. Jahrgangs am 22. Januar zu einer Exkursion in die Pagode Viên Giác in Hannover auf den Weg gemacht. Diese fand als Abschluss der Unterrichtseinheit zum Thema „Buddhismus“ statt, so dass wir das Gelernte veranschaulicht bekamen und unsere offen gebliebenen Fragen loswerden konnten.
Bei Minusgraden gelangten wir zu dem schon von außen imposanten Gebäude. Besonders faszinierend: Der Pagodenturm, der das typische Erscheinungsbild eines buddhistischen Tempels mitten nach Hannover trägt. Von unserem Guide, Herrn Cardénas, wurden wir zunächst durch das Herzstück – die ausladende Gebetshalle geführt. Diese ist mit vielen Teppichen ausgelegt und wird von vielen goldenen Statuen von Buddhas und Bodhisattvas geschmückt. Im Anschluss gelangten wir in einen kleineren Gebetsraum sowie einen Gedenkraum für die Verstorbenen. Besonders beeindruckend waren dabei die vielen Bilder von allen Urahnen und die Blumen sowie das Obst, mit dem der Verstorbenen gedacht wird. Wieder zurück in der Gebetshalle wurden wir zu einer meditativen Übung eingeladen und angeleitet. Sie dient der Konzentration und ist Teil der täglichen Meditation, eines der wichtigsten Rituale im Buddhismus.
Und dann ging es leider schon wieder zurück – hinaus in die klirrend kalte, aber schön schneeweiße Winterlandschaft – mit der Einladung, jederzeit wiederkommen und auch die Zeremonien gerne besuchen zu können.
Text: Jorias Fuhrmann
Fotos: Phoebe Marglowski, Vanessa Gellert

