„Ich sehe wunderbare Dinge!“ So lautet der Legende nach der berühmte Ausruf Howard Carters, als er 1922 einen ersten Blick in das Grab des Pharaos Tutanchamun warf. Ganz so staubig, dunkel und gefährlich wie im Tal der Könige war es für die Klassen 5b und 5d zwar nicht, als sie sich gemeinsam mit Frau Beck, Herrn Franke, Herrn Grünert und Herrn Hidasi am 10.06.2026 auf den Weg nach Hannover machten, aber ein wenig Entdeckergeist lag durchaus in der Luft.
Mit Bussen ging es am Vormittag zur Ausstellung „Tutanchamun: Ein immersives Abenteuer“ in die Alte Druckerei Hannover. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler vieles von dem wiederentdecken, was sie zuvor im Geschichtsunterricht kennengelernt hatten, nur eben nicht auf Buchseiten oder Arbeitsblättern, sondern in beeindruckender Größe, mit Licht, Ton und einer ordentlichen Portion Goldglanz.
Gleich zu Beginn begegneten die Klassen einem besonders wichtigen Gegenstand ägyptischer Geschichte, dem Stein von Rosetta. Im Unterricht war bereits deutlich geworden, welche Bedeutung dieser Fund für die Entzifferung der Hieroglyphen hatte. Anschließend führte ein Film die Schülerinnen und Schüler in die Geschichte Howard Carters und der Entdeckung des Grabes ein, bevor durch einen dicken, schwarzen Vorhang, das eigentliche Pharaonengrab betreten wurde. In der nachgebildeten Schatzkammer konnten sie Sarkophage, den prächtigen Thron und zahlreiche Grabbeigaben betrachten. Die berühmte Totenmaske Tutanchamuns nahm dabei natürlich einen Sonderplatz ein.
Abgerundet wurde der Besuch schließlich durch einen großen Raum mit eindrucksvoller Videoanimation. Dort tauchten die Klassen noch einmal tief in die Welt des alten Ägypten ein. Der anschließende Gang mit der 3D-Brille war für viele Schülerinnen und Schüler ein weiterer Höhepunkt. Plötzlich war man nicht mehr nur Besucher einer Ausstellung, sondern beinahe selbst unterwegs im alten Ägypten. Zum Glück jedoch ganz ohne Sand in den Schuhen.
So wurde der Ausflug nach Hannover zu einem gelungenen Abschluss des Geschichtsunterrichts in diesem Schuljahr. Und wenn Howard Carter gefragt hätte, was es in Hannover zu sehen gab, hätten ihm viele Schülerinnen und Schüler vermutlich ohne Zögern geantwortet: „Wunderbare Dinge!“
Text: Andreas Hidasi
Fotos: Annabel Beck und Andreas Hidasi

