„Tag der offenen Tür“ im neuen Hölty-Schulgebäude zieht zahlreiche Besucher an

Das Hölty-Gymnasium lud am Freitag zu einem besonderen „Tag der offenen Tür“ ein – denn in diesem Jahr fand die Veranstaltung erstmals im neuen Schulgebäude statt. Zahlreiche Viertklässlerinnen und Viertklässler nutzten gemeinsam mit ihren Familien die Gelegenheit, um die Schule und ihr breites und abwechslungsreiches Angebot kennenzulernen. Schulleiter Stefan Lahme rief die Besucher in seiner Begrüßungsrede auf, neugierig zu sein, Fragen zu stellen und viele Eindrücke mitzunehmen. Und das taten die künftigen Höltyanerinnen und Höltyaner im Anschluss auch.

Im Kunstbereich konnten die Besucher Hüte basteln und Taschen gestalten, während im Musiktrakt nicht nur Auftritte der Bläserklassen sowie der AGs „Vokalini“ und „YoungStars“ für Stimmung sorgten, sondern auch die Möglichkeit bestand, selbst Instrumente wie Trompete oder Klarinette auszuprobieren.

Die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer boten ebenfalls spannende Einblicke. So konnten die Kinder im Fach Geschichte selbst zu Archäologen werden, in Religion einen kleinen Hebräisch-Kurs machen und in Werte und Normen über philosophische Fragen grübeln („Ist ein Krümel noch ein Keks?“), während Erdkunde die geografischen Kenntnisse der Besucher auf die Probe stellte und der Fachbereich Politik anschaulich über Berufsorientierung und Kinderrechte informierte.

Auch die Sprachen präsentierten sich abwechslungsreich: Im Fach Deutsch verfassten die Viertklässlerinnen und Viertklässler eigene Märchen, Englisch lockte mit landeskundlichen Quizfragen, und Französisch zog mit frisch zubereiteten Crêpes viele Gäste an. Spanisch vermittelte erste sprachliche Eindrücke mit musikalischer Begleitung, während Latein das Alltagsleben im alten Rom näherbrachte – unter anderem mit selbst gebastelten „Bullas“ (Glücksbringern) und kleinen Kostproben wie dem „Libum“ (römische Opferkuchen). Russisch ergänzte das Angebot ebenfalls mit landestypischen Spezialitäten.

Wer sich für Mathematik begeistert, konnte bei Knobelaufgaben und Übungen zum räumlichen Denken seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. In den Naturwissenschaften forschten und experimentierten die Kinder: In Chemie sorgten bunte Reaktionen für Staunen, in Physik wurden Stromkreise gebaut und in Biologie konnten die Besucher bei einem Anatomie-Puzzle ein Skelett zusammenlegen oder einen Blick durch ein Mikroskop werfen.

Auch Bewegung kam nicht zu kurz: In der Sporthalle lud ein Bewegungsparcours zum Ausprobieren ein. Darüber hinaus stellten sich zahlreiche Arbeitsgemeinschaften vor, darunter Robotik, Schach, Kreativ, die Schulsanitäter und unsere neue Imker-AG, bei denen man nicht nur zuschauen, sondern auch selbst aktiv werden konnte.

Der „Tag der offenen Tür“ bot somit wie immer eine gelungene Mischung aus Information und Erlebnis. Die Viertklässlerinnen und Viertklässler konnten nicht nur verschiedene Fächer kennenlernen, sondern auch erste Kontakte zu zukünftigen Mitschülerinnen und Mitschülern sowie Lehrkräften knüpfen – und dabei einen Eindruck davon gewinnen, was das Schulleben am Hölty-Gymnasium so besonders macht.

Text und Fotos: Jan Henrik Flecke