Am 05.03.2026 waren die Religionskurse des siebten Jahrgangs mit Frau Glage und Frau Kappenberg zu Besuch in Lobetal. Zu Beginn haben sich alle am Infostand getroffen. Als alle da waren, wurde ein Arbeitsblatt mit Reflexionsfragen ausgeteilt, welche vor und nach dem Besuch beantwortet wurden. Und dann startete die Tour durch Lobetal.
Erst sind die Kurse gemeinsam mit Herrn Weyel zur Kirche gegangen, in welcher die Gottesdienste per Youtube übertragen werden, so hat jeder eine Chance am Gottesdienst teilzunehmen. Zur Einführung hat Herr Weyel über die Ursachen für Behinderungen gesprochen, wobei genetische Faktoren seltener eine Rolle spielen und Krankheiten oder der Sauerstoffmangel bei Unfällen eher der Grund für eine Behinderung sind. Dabei wurden viele Fragen gestellt und besprochen, was am Tag alles so passieren wird.
Jetzt konnte es auch richtig mit der Tour losgehen. Auf dem Weg in Richtung Tagesförderstätte sind die Kurse an einem Gebäude vorbeigekommen: der Textilwerkstatt. In den Werkstätten der Allertal-Werkstatt arbeiten Menschen mit Behinderung, die körperlich und geistig weniger eingeschränkt sind. Wusstest du, dass die T-Shirts der Musikgruppen vom Hölty Gymnasium und die neuen Schulshirts (Hölty Merch) in der Textilwerkstatt Lobetal bedruckt werden?
Nun haben sich die Kurse aufgeteilt und Lobetal besichtigt. Ein Teil der Tour war die Tagesförderstätte Emmaus, wo Personen mit geistiger Behinderung arbeiten und sich tagsüber beschäftigen. Nach einer kurzen Einführung haben die Kurse den Gruppenraum der orangenen Gruppe besucht. Dort wurde ihnen von einer Frau, die nicht lesen kann, durch Bilder vieles über den Raum und das Leben in Lobetal erzählt. Zum Beispiel hat sie von den Aufgaben, die die Bewohner haben, wie Kaffee kochen oder auch Post holen, erzählt, aber auch über die Alternativen zur Kommunikation, die die Personen haben, die nicht sprechen können, wie Gebärdensprache. Im Raum wurde alles beschriftet, aber nicht nur mit Buchstaben, sondern mit Bildern, so können auch Leute, die nicht lesen können, zeigen, was sie haben möchten.
Danach wurde dem anderen Kurs über die Ausbildungen wie sozialpädagogische Assistent*in, Heilerziehungspfleger*in oder Erzieher*in, die man in Lobetal machen kann, berichtet und vieles in der Schule gezeigt. Es wurden fleißig Fragen gestellt, zum Beispiel zur Dauer der Ausbildung. Die Ausbildung zum Erzieher besteht aus 2 Jahren Basisausbildung und dann nochmal 2 Jahren für die Ausbildung zum Erzieher. Während des Austauschs hat sich der Kurs die Schule angeschaut, in welcher es einen PC-Raum, eine Schülerküche, eine Turnhalle und auch eine Lehrküche gibt. Laut den beiden Schülern ist die Schule eher entspannt und an langen Tagen bestellen sie sich in der Pause eine Pizza. Zum Schluss haben die Kurse mit den zwei Schülern und den Lehrerinnen gemeinsam Völkerball gespielt.
Generell wurde – zuletzt auch noch einmal mit Herrn Weyel – über die Begegnungen der Schülerinnen und Schüler mit Menschen mit Behinderungen gesprochen. Der Abenteuerspielplatz in Lobetal ist zum Beispiel dafür da, damit Menschen in Begegnung mit Menschen mit Behinderungen kommen und gemeinsam spielen und Spaß haben.
Alles in allem war es ein schöner Ausflug und man konnte gut einmal schauen wie Menschen mit Behinderungen leben und sich einmal das Gelände der Diakonie anschauen.
Text: Neele Rekow, 7c (und Julia Glage)
Fotos: Janne Kappenberg

