Am Montag, den 10. November, fand für die Bläserklasse 5a ein besonderes Projekt statt: Unter dem Motto „Nachhaltige Musik“ verbrachten die jüngsten Musiker:innen des Höltys einen gemeinsamen Nachmittag und beschäftigten sich kreativ mit der Förderung von Nachhaltigkeit. Ziel dieses Seminarfachprojekts des 13. Jahrgangs war es, den Gedanken nachhaltigen Handelns mit kreativen Bastelarbeiten zu verbinden und durch musikalische Übungen mit den gebastelten Instrumenten, das Rhythmusgefühl zu festigen sowie verschiedene Klänge auszuprobieren.
Nach einem kurzen Kennenlernen wurden Alltagsmaterialien wie Pappe, Kronkorken, Taschentuchboxen, Gummibänder und Füllmaterial wie Steine, alte Perlen oder Reis vorgestellt. Schließlich stellte sich die Frage, was man daraus Rhythmisches erschaffen könnte. Da diese Materialien konventionell eher in den Müll gewandert wären, lag die Antwort nicht gleich auf der Hand, jedoch präsentierte die Projektgruppe mit Begeisterung vorgefertigte Instrumente wie eine Drehtrommel, ein Tamburin, einen Bass, Shaker, sowie Kastagnetten, die die Schüler:innen nun selbst basteln konnten.
In vier Gruppen machten sich die Teilnehmer:innen unter Anleitung der Älteren an die Arbeit. Es wurde geschnitten, geklebt, geknotet, gemalt – und immer wieder ausprobiert, ob der Klang schon stimmte. Beeindruckend war die Mischung aus Konzentration und Spielfreude, mit der die jungen Musiker:innen an die Sache herangingen. Obwohl einige der Materialien zunächst skeptisch betrachtet wurden, erkannten sie schnell, wie vielseitig sich vermeintlicher Müll noch recyceln lässt.
Der Instrumentenbau bot für Viele eine völlig neue Erfahrung: beim Bass mussten die Gummibänder so gespannt werden, dass sie einen Ton erzeugten. Das Tamburin und die Shaker wurden individuell befüllt, sodass viele unterschiedliche Klänge entstanden. Die Instrumente überzeugten jedoch nicht nur auditiv, sondern auch visuell, da sie nach der Fertigstellung noch dekoriert wurden. Einige Schüler:innen bemalten ihre Instrumente, andere zeichneten verschiedene Muster darauf oder verzierten ihre Werke mit weiteren Materialien.
Nachdem alle Gruppen ihre Instrumente fertiggestellt hatten, folgte ein gemeinsames Ausprobieren. Der Flur des Neubaus wurde von den Tönen des kleinen Percussion-Ensembles gefüllt und Achtel-, Viertel- und Sechzehntelnoten wurden bei Rhythmusübungen ausprobiert. Die verschiedenen Klänge ergaben ein faszinierendes Ganzes, was die Schüler:innen nicht nur beim Spielen, sondern auch beim Hören der musikalischen Möglichkeiten der selbstgemachten Instrumente zum Staunen brachte.
Die Resonanz der Klasse 5a war durchweg positiv. Für uns als Seminarfachgruppe war das die schönste Bestätigung dafür, dass unser selbst geplantes Projekt nicht nur lehrreich, sondern auch nachhaltig beeindruckend und geglückt war.
Wir bedanken uns herzlich bei der Bläserklasse 5a für ihre Begeisterung, Kreativität und gute Mitarbeit. Der Projekttag hat gezeigt, wie wertvoll nachhaltiges Arbeiten und gemeinsames musikalisches Erleben sein können.
Nicolas Bertram, Liv Burkhardt, Emmy Heese, Felina Zieleke (Jg. 13)

