Kurs auf Landgewinn – Hölty-Teams schwimmen im Planspiel Börse auf Erfolgswelle

Wenn in Washington ein Satz fällt oder ein Tweet abgeschickt wird, merkt man plötzlich, dass Börse nicht nur aus nüchterner Kalkulation besteht, sondern zu einem nicht unwesentlichen Teil aus Stimmung. Aus gedankenlos Hingesagtem wird eine Schlagzeile und am Ende hängt ein ganzer Handelstag daran, ob gerade Zuversicht oder Nervosität die Oberhand hat. In diesem realen Durcheinander lief das Planspiel Börse 2025/26 der Sparkassen ab und stellte die Teilnehmenden des Hölty-Gymnasiums auf die harte Probe, sich nicht von der großen Weltbühne aus der Ruhe bringen zu lassen.

Die diesjährige Spielrunde lief vom 1. Oktober 2025 bis zum 26. Januar 2026. Bundesweit ging sie mit einem Rekord zu Ende, denn knapp 130.000 junge Menschen sammelten risikolos Börsenerfahrung mit echten Kursen, aber ohne echtes Geld. So handeln beim Planspiel Börse Schülerinnen und Schüler (und in einem eigenen Wettbewerb auch Lehrkräfte) mit einem virtuellen Depot zu realen Börsenkursen. Das Startkapital beträgt 50.000 Euro, gekauft und verkauft wird online und am Ende zählt der Depotgesamtwert.

Wie jedes Jahr erfolgte die Teilnahme am Schülerwettbewerb in Kleingruppen. 25 kreativ benannte Hölty-Teams traten an und erzielten an der Spitze erfreulich renditestarke Ergebnisse. Ganz vorne landete im reinen Hölty-Ranking das Team „All-In auf Nudeln“ mit Yurii Protsenko (11d) und Artem Velker (11a) mit 12,09 Prozent Plus (Depotwert 56.047,33 Euro). Auch ohne Barilla-Aktie im Depot trugen Einzelwerte wie ASML (plus 40%) und Siemens Energy (plus 35%) sichtbar zum Erfolg bei und sicherten dadurch einen exzellenten 2. Platz im Sparkassenbereich Celle-Gifhorn-Wolfsburg. Dicht dahinter (auf Platz 3 Sparkasse C-G-W) folgte „Play the man“ (Leonardo Dervisi, Maurice Holzhauer, Maxim Höpfner und Tino Koppmann, alle Jahrgang 12) mit 11,57 Prozent (55.784,07 Euro), welche mit einem breit aufgestellten Depot, unter anderem mit ETFs, und großer Handelsaktivität überzeugen konnten. Auf Rang drei im schulinternen Vergleich (Platz 5 im Bereich der Sparkasse CGW) kam „Gönergy“ (Liam Cole, Adrian Lajiq, Luis Tschiggfrei, alle 11b) mit 9,18 Prozent (54.591,11 Euro), ein Depot, das auffällig viel Liquidität hielt und zugleich mit Nordex und Heidelberg Materials starke Treffer setzte.

Ein Blick auf das Gesamtbild des Schülerwettbewerbs zeigt, dass nicht jede Idee automatisch in grüne Zahlen mündete. So lagen in der Hölty-Rangliste nur 9 der 25 Schülerteams im Plus, 16 im Minus.

Besonders erfreulich war, dass das Hölty-Kollegium im Lehrkräftewettbewerb seine starken Auftritte der vergangenen Jahre fortführen konnte. Zehn Lehrkräfte-Depots waren für das Hölty am Start, von denen acht das Börsenspiel mit einem Gewinn abschlossen. Spitzenreiter war abschließend Herr Land, im Planspiel unter dem Namen „Zufallsgewinnwarnung“ unterwegs, mit über 12 Prozent Wertzuwachs und einem Depotwert von 56.108,80 Euro. Die Strategie mit nur 12 Trades, davon 12 Käufe und kein einziger Verkauf, zeugte dabei entweder von sehr großer Gelassenheit oder einem meisterhaft durchdachten Masterplan (vermutlich beides). In der Wertung des Sparkassenverbunds Celle–Gifhorn–Wolfsburg bedeutete das Platz 1, dicht gefolgt von einer weiteren Hölty-Lehrkraft, Herrn Häpe, auf Rang 2. Damit ging der Titel im Sparkassenverbund, nach dem Sieg von Frau Elsmann im vergangenen Jahr, erneut an das Hölty.

Text und Foto: Andreas Hidasi