Es ist heutzutage von enormer Bedeutung, im Alltag gegen die verschiedenen Formen der Diskriminierung vorzugehen – und für uns als „Schule:Global“ und „Schule ohne Rassismus“ hat es einen besonderen Stellenwert. Daher fand am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, am Hölty-Gymnasium der Anti-Diskriminierungstag statt.
Die Themen waren dabei breit gefächert: In Jahrgang 5 ging es um Kinderrechte am Beispiel Ruandas, in Jahrgang 6 um Antischwarzenrassismus, Jahrgang 7 thematisierte Obdachlosigkeit, Jahrgang 8 Geschlechtsdiskriminierung und Jahrgang 9 Diskriminierung von geflüchteten Menschen.
Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten sich die Inhalte zu den verschiedenen Themen in kleinen Gruppen anhand mehrerer Stationen. Dabei beantworteten sie moralische Fragen zum Thema Kinderrechte, diskutierten über Gerechtigkeit, hinterfragten Vorurteile, erstellten Social-Media-Stories oder überprüften verbreitete Narrative über Migration. Im sechsten Jahrgang übernahmen Schülerinnen und Schüler der SV die Rolle der Coaches und vermittelten den Klassen die Inhalte. Auch methodisch wurden die Themen abwechslungsreich und altersgerecht dargeboten. Das Spektrum reichte von einer Fantasiereise über spielerische Einstiege, Vorträge und Dokumentationen bis zu zahlreichen Diskussionen, in denen die Schülerinnen und Schüler die Inhalte reflektierten und dafür sensibilisiert wurden. Entsprechend positiv fiel auch die Rückmeldung vieler Schülerinnen und Schüler aus, die an diesem Tag neue Erkenntnisse und Eindrücke sammeln konnten.
Ohne die Organisation von Frau Beck und die Unterstützung durch „Schule:Global“ wäre dieser Anti-Diskriminierungstag nicht möglich gewesen. Von „Schule:Global“ profitiert das Hölty-Gymnasium nicht nur durch Netzwerktreffen, aus denen zum Beispiel Ideen zur Begleitung des Chile-Austausches hervorgegangen sind, sondern auch durch die Hilfe bei der Vorbereitung und Durchführung des Anti-Diskriminierungstages.
Auch die externen Expertinnen und Experten haben bei der Umsetzung des Projekts geholfen. Zu den Vorträgen und Diskussionen kamen Mitarbeiter der Gemeinde Hambühren, des diakonischen Werks, der Bahnhofsmission und die Ortsbürgermeisterin der Heese, die den Schülerinnen und Schülern viele Einblicke in ihre Arbeit gaben. Wir bedanken uns herzlich für die Unterstützung bei diesem wichtigen Projekt!
Text: Jan Henrik Flecke
Fotos: Annabel Beck und Jan Henrik Flecke

