Am Montagmorgen, den 06.10., versammelten sich Schülerinnen und Schüler (Jahrgang 11-13), der Französischkurse des Hölty-Gymnasiums am Celler Bahnhof. Gespannt und ein bisschen müde warteten sie auf den Zug nach Frankfurt, um anschließend mit dem TGV, dem französischen ICE, endlich in La Ville Lumière anzukommen.
Ihren ersten richtigen Eindruck von Frankreichs Hauptstadt gewannen die Angereisten nach einem Abendessen in der Jugendherberge und Zimmereinteilung erst beim Besuch des berühmten „Trocadero“. Ein perfekter Blick auf den Eiffelturm umgeben von Musikern, harmonischer Touristenatmosphäre, und so einigen Souvenirhändlern.
Die Schülerinnen und Schüler, und durchaus auch die Lehrerinnen, gerieten plötzlich in einen Fotowahn, als das Wahrzeichen von Paris magisch zu glitzern begann.
Am nächsten Morgen ging es nach einem kurzen Frühstück nach Montmatre, in das historische Künstlerviertel, berühmt für die Basilika Sacré-Coeur, wo Erkundungsaufträge auf die Schülerinnen und Schüler warteten. Das Mittagessen wurde in individuellen Kleingruppen selbst in den Einkaufsmeilen gestaltet, bis alle zum geleiteten Spaziergang durch das Quartier Latin, zum Panthéon und zur Universität Sorbonne aufbrachen. Einen abschließenden Ausblick auf das traditionelle Studentenviertel gab es von der Dachterrasse des Institut du monde arabe aus.
Nach dem französischen Frühstück ging es am Mittwoch zum Musée d’Orsay. Wie so oft musste die Gruppe sich auf dem Weg dorthin in den zahlreichen Gängen der Metro zurechtfinden. Das Gebäude des Kunstmuseums war ursprünglich ein Bahnhof und ließ die Besucher/innen in die Werke der Skulpturen, Gemälde und Architektur verschiedener Künstler/innen eintauchen. Sämtliche Werke des niederländischen Malers Vincent van Gogh sind hier ausgestellt, unter anderem sein berühmtestes Bild „Sternennacht über der Rhone“.
Nach einem kurzen Spaziergang und einem pique-nique in den Tuilerien kamen alle am berühmtesten Museum der Welt zusammen – dem Louvre. Zu einem Besuch von innen kam es jedoch nicht, was sehr zu bedauern war, da es wahrscheinlich die letzte Chance gewesen wäre, das Diadem der Kaiserin Eugénie zu betrachten. „Bauarbeiter“ in Warnwesten wurden zumindest nicht gesehen. Nach dem Besuch der Kathedrale Notre Dame genoss die Reisegruppe ihre Freizeit im Marais.
Der vorletzte Tag in der Hauptstadt Frankreichs war angebrochen und nach dem Frühstück in der Jugendherberge machten sich die Schülerinnen und Schüler auf, Paris auf eigene Faust zu entdecken. In kleinen Gruppen besichtigten einige den Eiffelturm, während andere die Champs-Élysées mit ihren vielen Boutiquen erkundeten.
Gestärkt führte die Reise anschließend zum Schloss Versailles, dem Zuhause der zahlreichen Könige, die wohl alle Louis hießen. Mit humorvollen Methoden des Tourguides und nicht zuletzt durch Vorwissen aus sozialen Medien über Marie Antoinette lernten die Schülerinnen und Schüler viel über die französische Geschichte. Der Name Louis wird wohl für immer mit dieser Führung verbunden bleiben.
Zurück in der Jugendherberge wurde zum letzten Mal das Abendessen in Paris genossen, bevor der Abend individuell ausklang.
Am Freitag hieß es dann Abschied nehmen. Nach dem Frühstück machten sich alle auf den Weg zur Gare de l’Est, um dort das Gepäck einzuschließen. Nach einigen Verständigungsschwierigkeiten war auch diese Aufgabe schließlich gemeistert. Der letzte der vielen Spaziergänge durch Paris führte zum Cimetière Père Lachaise, wo die Gräber einiger bekannter Persönlichkeiten entdeckt wurden und die Reise einen ruhigen Abschluss fand.
Nach der individuellen Verpflegung ging es schließlich zurück zum Bahnhof und mit dem Zug zurück nach Celle. Eine gelungene Studienfahrt, geprägt von vielen Eindrücken und vielen langen Spaziergängen, ging nun zu Ende.
Awrin Al Yossef und Rieke Olbrich

