Altbekanntes in neuer Umgebung: Erstes Konzert in Hambührens neuer Sporthalle (mit umfangreicher Galerie)

Eine besondere Spannung lag in der Luft, als am Freitagabend, dem 6. März, um 19 Uhr der erste Ton der YoungStars mit Taylor Swifts „Shake It Off“ erklang: Vom ersten Ton an war die Freude der Musizierenden auf der Bühne spürbar. Diese Begeisterung hielt den ganzen Abend an: Die erste Hälfte gehörte den YoungStars, die ein äußerst abwechslungsreiches Programm präsentierten; Leiter Joschua Claassen moderierte die Stücke mit kurzweiligen Fakten und Hintergrundinformationen. Es folgten strahlende Trompetenklänge in „Born To Be Wild“ und intonatorisch überzeugende Posaunen in „How To Train Your Dragon“, dessen viele Tempiwechsel eine besondere, aber sehr gut gemeisterte Herausforderung für die Nachwuchsmusiker darstellten.

Abgelöst wurden die YoungStars vom WPU‑Kurs Musik der Jahrgänge 9/10, der mit großer Souveränität ein meist solistisch besetztes ABBA‑Medley zum Besten gab. Bewundernswert war, wie die jungen Musiker die anspruchsvollen Übergänge souverän meisterten. Es folgten drei weitere Beiträge der YoungStars, in denen einzelne Musizierende durch kleine Soli hervortraten. Schwungvoll ging es mit „Shut Up And Dance“ in die Pause.

Nach der Pause genoss das Publikum den Sound der Bigband: Auch hier traf Altes auf Neues. „Mr. Basket“ wurde mit neuen Klassikern wie „Sing, Sing, Sing“ kombiniert; in der Besetzung zeigten sich sowohl neue Gesichter als auch vertraute Musiker wie Nico Egenlauf, langjähriger Schlagzeuger der Bigband, der bei einigen Stücken noch einmal am Schlagzeug zu hören war. Die junge Schlagzeuggruppe braucht den Vergleich nicht zu scheuen: Schwierige Rhythmen und Tempowechsel wurden sicher gemeistert — die „jungen Wilden“ an den Drums machten ihre Sache hervorragend.

Auch stimmlich gab es Neuigkeiten in der Bigband: Flavia Pene (Jahrgang 9) erwärmte mit ihrer warmen, klaren Stimme die Zuhörer in „Don’t Know Why“. Eine Strophe spielte sie zudem auf der Trompete — JazzkennerInnen mögen an den Stil von Chet Baker erinnert worden sein.

Zum Abschluss vereinten sich beide Gruppen musikalisch in einem James‑Bond‑Medley, das ein unvergessliches Finale bildete. Mit dem Klassiker „September“ von Earth, Wind & Fire — lange Bestandteil des Bigband‑Repertoires, für die Youngstars hingegen Neuland — verabschiedeten sich die Ensembles.

Nach diesem Abend lässt sich festhalten: Keines der beiden Ensembles stand dem anderen in etwas nach, und der Klang der neuen Halle übertraf deutlich den der alten. Wir danken herzlich für diesen großartigen Abend: den YoungStars, der Bigband sowie ihren  Leitern Burkhard Bertram (YoungStars) und Joschua Claassen (Bigband und YoungStars)

Text: Annika Weiß
Fotos: Britta Ziesmann