Was haben Gelbbauchunken, Persönlichkeitsentwicklung durch Sport, die Automatentheorie und Produkt-Edukt-Verhältnisse gemeinsam?
Das wird der 11. Jahrgang gemeinsam beantworten können, denn es waren Inhalte der Vorlesungen der diesjährigen Unierkundung. Der Jahrgang konnte in verschiedenen Vorlesungen „Uniluft“ schnuppern und wichtige Fragen zum Studium loswerden.
Es gab unterschiedliche Vorlesungen: Die Vorlesung im Bereich Sport und Gesundheit war sehr aufschlussreich. Das Thema war die „Sozialisation zum Sport“. Es ging um den Begriff der Sozialisation und die Dimensionen allgemein, welche Prozesse es gibt und wie Erziehung und Sozialisation in Verbindung stehen. Unteranderem war auch die Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit eines Menschen in Bezug auf Sport und welche Rolle Sport dazu beiträgt ein Thema.
In der Vorlesung Naturschutz und Landschaftsplanung: Grundlagen ging es diesmal um Stillgewässer. Besonders im Fokus standen Kleingewässer, wie sie entstehen, was sie beeinflusst und warum sie für Flora und Fauna so wichtig sind. Außerdem wurde besprochen, welche Gefahren es für solche Gewässer gibt und welche Maßnahmen helfen können, sie zu schützen und zu erhalten. Zum Schluss wurde noch erklärt, wie man ein neues Kleingewässer anlegt und auf welche Faktoren man dabei achten sollte.
Trotz der extremen Komplexität der Vorlesung zur theoretischen Informatik war es trotzdem interessant mitzuerleben, wie eine echte Vorlesung an einer Universität aussieht. Besonders aufgefallen sind die Unterschiede zum Unterricht an einer Schule. Es gibt kaum Interaktion zwischen den Professoren und Studenten, somit fühlt sich die Vorlesung mehr wie eine Präsentation an. Verstanden haben wir dennoch leider nicht viel…
In der Vorlesung zur allgemeinen und bioanorganischen Chemie, wurde viel über Wechselreaktionen und Produkt-Edukt-Verhältnisse gesprochen. Man merkte einen großen Unterschied im Lernprozess der Uni im Vergleich zur Schule. Insgesamt eine sehr lehrreiche, aber komplizierte Vorlesung.
Nach den Vorlesungen wurden wir nach einer kurzen Bahnpanne von der Studienberatung über die Voraussetzungen für ein Studium und den Ablauf informiert. Für einen Teil der Gruppe ging es dann in die riesige Hauptmensa, wo zunächst die unterschiedlichen Treppenaufgänge für Verwirrung sorgten. Im anschließenden Studytalk berichteten „echte Studis“ über das Leben und Leiden der Ihrigen.
Im Anschluss an die Studienberatung ging es für den technikinteressierten Teil der Gruppe nach Garbsen, um dort den neuen und hochmodernen Campus Maschinenbau zu besichtigen. Vor Ort erhielten wir eine private Führung, die von zwei Doktoranden des Instituts für Thermodynamik organisiert wurde. Dadurch konnten die Schülerinnen und Schüler einen interessanten Einblick in die vielfältigen Bereiche der Forschung an den Instituten für Technische Verbrennung, für Turbomaschinen und für Thermodynamik bekommen und dabei verschiedene Labore und Versuchsfelder besichtigen. Dort wurden uns beispielsweise Motorenprüfstände, Brennstoffzellenlabore oder Wärmepumpendemonstratoren gezeigt. Bei einem abschließenden Studytalk konnten die Schülerinnen und Schülern die Studierenden mit ihren Fragen löchern. Wir bedanken uns beim Institut für Thermodynamik für die tolle Organisation und die Einladung zum Mittagessen in der Mensa!
Text und Fotos: Marleen Siering und Anna-Lena Will

