Diesen Appell als glockenhellen Gesang aus Kinderkehlen zu hören, macht ihn auf seine unschuldige Art besonders. Daher sind die Weihnachtszeit und deren Konzerte immer ein Anlass, diesen urältesten Menschheitstraum wieder und wieder in Erinnerung zu rufen. Und so machten sich zum 36. Mal diesmal 90 junge Gesangs- und Instrumental-KünstlerInnen des Hölty-Gymnasiums auf nach Hitzacker, um sich auf das alljährliche Weihnachtskonzert am 17. Dezember in der Kirche „Johannes der Täufer“ Winsen vorzubereiten – wieder mit dem üblichen Geschleppe der Instrumente, Koffer, Taschen und Bastelkrimskrams, wieder in der Jugendherberge in der Wolfsschlucht, wieder dieselben Regeln, das typische Essen (Nudeln…) und der gleiche Ablauf: Zimmer einrichten, Musizieren, Freizeit, Musizieren, Zimmerkontrolle, Musizieren, bis in die Nacht quatschen, schlafen, Spazierengehen, Musizieren, Basteleien, Abschlussabend, zwischendurch immer mal essen, kleine Spiele, Musizieren, Zimmer räumen und reinigen, Qualitäts-Check im Plenum, ein letztes Essen, Abfahrt, Ankunft, ganzes Geschleppe zurück, Winke-Winke und Wochenende.
Und dennoch ist jede Fahrt wieder besonders! Denn in jedem Jahr kommen die ganz Jungen dazu, und die Älteren werden reifer und erwachsener, schlüpfen von Jahr zu Jahr in neue Rollen, entwickeln sich zusehens und verzaubern immer wieder neu. Welch ein Geschenk: So schön, so frei, so wunderbar wirken sie inmitten ihrer Musik, wenn kurz vor der Abfahrt die neu erlernten Fähigkeiten wunderbar fluffig und scheinbar spielerisch die Räume fluten. Ohne unsere jungen Leute wären diese Noten einfach nur Punkte auf einem Papier, mit ihnen werden sie zu etwas Zauberhaftem – auch dank meiner lieben Kolleginnen Annika Weiß und Annika Böse, sowie den Kollegen Joschua Claassen und Burkhard Bertram, die jedes Jahr mit neuen Anregungen überraschen und unseren jungen Leuten mit einer unglaublichen Ausdauer – dieses Mal sogar alle ohne Halsschmerzen – zu entlocken vermögen, was in ihnen steckt.
Freuen wir uns also auf einen erfrischenden, nein – lieber emotional anheimelnden, Abend!
Text: Christin Benedict
(dankbare Begleitung)
Fotos: Christin Benedict und Joschua Claassen

